FAM Stamm Ostschweiz
Die Seite der Ostschweizer Motorrad-Oldtimer Freunde und "Schrauber"
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2-Tages-Fahrt im Vorarlberg / Tirol am 16./17.08.2014

Sektion Ostschweiz

 

Die Wetterprognose für den Samstag war nicht sehr vielversprechend, aber ein Hoffnungsschimmer verblieb. So trafen wir uns also um 08:00 Uhr bei unserem Stammlokal "Hirschen" in Gloten, von wo wir dann Richtung Altenrhein starteten. Vorbei am "Wasserschloss Hagenwil" zum Bodensee und dann zum Hundertwasser-Haus, das sich gleich neben dem Flugplatz Altenrhein befindet. Hier stiessen weitere FAM-Mitglieder aus der Region zu uns. Jetzt komplett (25 Personen) mit 16 Solomaschinen und 2 Seitenwagen-Gespannen, überquerten wir die Schweizergrenze bei Au und sahen die dichten, grauen und tief hängenden Regenwolken, die oberhalb Dornbirn bereits auf uns warteten. Also, bergauf und nach den ersten drei Kurven rein in den Regen und weiter hoch Richtung "Bödele" und dann weiter durch den Bregenzerwald. So ungefähr nach Schoppernau waren wir dann aber froh, dass die Strasse nass war. Denn ein Lieferwagen fuhr kurz vor uns auch die Hochtannenberg-Passstrasse hoch. Dumm nur, dass der Fahrer beim frisch und platschvoll aufgetankten Wagen den Tankdeckel vergessen hatte und wir der fast durchgehenden, immer in allen Farben schimmernden Dieselspur mitten auf der Strasse folgen konnten (sprich ausweichen). Zum Glück bog er kurz nach der Passhöhe in Warth ab, so dass wir dann wieder eine "saubere Gasse" und das Lechtal vor uns hatten. Ein Mittagessen war im Hotel "Post" in Steeg angesagt, wo die Sonne kurz schien aber gleich daraufhin auch wieder Regen fiel.   -   Da es Samstag war, wurde im Namlos-Tal nicht gearbeitet und so konnten wir die vielen Kurven problemlos unter die Räder nehmen und ganz ungehindert durchfahren. Danach, auf der Fernpassstrasse, gab es kurz mal Stau vor der Verzweigung Fernpass/Garmisch-Partenkirchen. Aber dann rollte es wieder problemlos weiter auf der alten Fernpassstrasse. Aussenrum, ohne den grossen, langen Tunnel. Ein kurzer Stopp wurde noch eingelegt beim Rasthaus "Zugspitzblick". Allerdings wurden hier nur die Beine vertreten und ein kurzer Blick auf den Blindsee hinunter geworfen. Denn die Berge waren alle mit Wolken verhangen und der Rastplatz wurde an diesem Samstag seinem Namen gar nicht gerecht. Auch getrunken hat niemand etwas. Bis zur Fernpasshöhe war es dann nicht mehr weit und wir fuhren auch da gleich weiter bis Imst, wo wir im Hotel "Alpenblick" angemeldet waren. Dieses Hotel liegt am südwestlichen Rand von Imst, etwas ausserhalb der Ortschaft, aber schön erhöht über dem Tal und wird von der motorradbegeisterten Manuela Tripp (so heisst die blonde Hotel-Besitzerin) mit viel Charme, Spass und Witz geführt. Die Zimmer sind schön, sauber und genügend gross, das Nachtessen einfach phantastisch(!) und auch der Dessert war ein Zungenschmaus. Plötzlich wurde dann publik, dass Hanspeter Bättig heute Geburtstag hat, weil er für alle eine Runde mit feinem Schnaps zum Verdauen auffahren liess. Besten Dank und weiterhin alles Gute(!) sei an dieser Stelle nochmals gesagt. Anschliessend zum Kaffee fand ich dann durch eine läppische Bemerkung noch heraus, dass Manuela sogar den feinen Zirbenschnaps selber macht   -   und so ist es wohl verständlich, dass ich nicht der Erste war, der ins Bett ging…

 

Heute, am zweiten Tag unserer Ausfahrt, gehorchte Petrus endlich den Meteorologen. Der Himmel war blau und die Sonne schien. Dieses schöne Wetter wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Wir verliessen das gemütliche Hotel eine halbe Stunde früher als angekündigt und entschieden uns, dafür noch einen Abstecher ins Ötztal zu machen. Rund 15 Km talaufwärts, bei der Ortschaft Umhausen, hat es einen grossen, gut angeschriebenen Parkplatz. Doch wir als "Insider" fuhren cool daran vorbei und erklommen den Tauferberg mit seinen vielen Bögen und engen Haarnadelkurven, bis oben zum Aussichtspunkt. Denn von da aus hatten wir eine gute und schöne Sicht auf den, an der gegenüberliegenden Bergflanke zu Tal schiessenden "Stuibenfall". Es sei der der höchste Wasserfall in ganz Tirol, stand auf der Infotafel (Fallhöhe 159 Meter in zwei Stufen). Zurück fuhren wir wieder via Imst, Landeck und dann links weg auf die Silvretta Hochalpenstrasse. Eine Freude, bei diesem Wetter! Aber nicht nur wir genossen diese Fahrt und die Aussicht beim Silvretta Stausee: Nein, brutal viele Autos waren da oben! Zum Glück aber fast alle parkiert, so dass sie unsere Fahrt nicht allzu sehr behinderten. Unglücklich beim kurzen Stopp am Stausee war nur, dass ein Motorrad so unübersichtlich hinter einem Car abgestellt war, dass das Fahrerpaar unsere Weiterfahrt nicht mitbekommen hat und sie dann später via Umfahrungsstrasse bei der nächsten Ortschaft solo an uns vorbei gefahren sind.  -  Wir bremsten uns aber geschlossen als Trupp auf der Vorarlberger Seite des Passes durch all die unzähligen Haarnadelkurven hinunter bis nach Partenen. Dort waren die Tische auf der Terrasse vom "Partenerhof" für uns reserviert und wir genossen ein gutes und währschaft portioniertes Mittagessen. Später dann, mit gut gefüllten Bäuchen, rollten wir die Silvretta Strasse mit den erlaubten und überall auch angeschriebenen 60 Km/h durch das Montafon hinunter Richtung Bludenz. Doch plötzlich raste ein Italiener mit seinem Minivan an uns allen im Tiefflug vorbei und das erst noch kurz vor einer nicht wirklich gut überschaubaren Linkskurve, so dass uns allen fast das Blut in den Adern gefror:    -   „Mannaggia, che stupido Italiano…!“ oder so was Ähnliches ist uns allen wohl durch den Kopf geschossen. Zum Glück ist dann aber nichts passiert. Unten im Tal, kurz vor Bludenz, übernahm Kurt Amrein die Führung und führte uns mit kundiger Hand weg von der Hauptstrasse zum "Schwarzer See" und quer durch den Matennawald, aussen um Feldkirch herum. Nach dem überqueren des Rheins bei Oberriet, fuhren wir bergauf Richtung Appenzell und machten beim Landgasthof "Hölzlisberg" noch eine Kaffeepause. Hier verabschiedeten sich dann schon die Ersten, weil ihr zu Hause in einer anderen Richtung liegt als der Rest der verbleibenden Strecke Appenzell – Waldstatt – Neckertal, zurück nach Gloten und gleich weiter bis ins Rosental. Und auch auf diesen Schlusskilometern tröpfelte der Eine oder Andere weg aus unserer Reihe, da er nun schon fast daheim angekommen war. Dort im gleichnamigen Restaurant "Rosental" setzte sich eine Handvoll durstiger Kehlen noch für eine Schlussrunde auf die Terrasse   -   und schon waren diese zwei interessanten Tage auch bereits wieder Geschichte.

Ein ganz herzlicher Dank an die drei Organisatoren Othmar Böhm, Walter Schönholzer und Franz Koch, die die Strecke und das Hotel im Vorfeld bereits rekognosziert haben.

 

Ralph Hofmann

 

P.S. Wie bei all unseren Fahrten ist diese Strecke auch auf unserer Homepage, im Ressort 'Routen', zu finden.

 

Hegau-Ausfahrt 2014

Der Stamm Ostschweiz war wieder mal gespannt, was sich unsere Freunde aus dem Hegau dieses Jahr ausgedacht hatten, um uns für die Landschaft „änät der Gränze“ zu begeistern.

Die Ausfahrten ins Hegau geniessen ja eine grosse Beliebtheit, da sie von Walter Hägele und Ottmar Krotz plus Helfer immer super organisiert werden.

Somit fuhr pünktlich um 08.00h die erste Gruppe vom Stammlokal in Gloten ab und traf sich kurze Zeit später mit weiteren in Herdern, von wo aus man dann gemeinsam zum Treffpunkt „Cafe Chantal“ in Hilzingen fuhr.

Von dort wurde in 3 Gruppen gestartet. Die Strecke ging in den nördlichen Hegau, dann umfuhren wir Stockach im weiten Bogen, kamen im Bodenseehinterland über kleine Sträßchen nach Salem, von dort nach Uhldingen/Mühlhofen. Hier hat ein privater Betreiber ein super Traktorenmuseum mit Gastronomie errichtet. (www.traktormuseum.de ) Die Traktoren waren aber nicht wie erwartet reihenweise aufgestellt. Schön eigebettet in eine zeitgenössische Umgebung und mit viel Liebe zum Detail wurden sie präsentiert. Zusätzlich waren ausser Traktoren auch alte Geräte und komplette Werkstätten zu sehen. Nach den sehr interessanten Führungen traf man sich wieder zum Mittagsschmaus. Danach fuhren wir direkt nach Meersburg zur Fähre und genossen die Überfahrt nach Konstanz. Von dort ging es weiter über den Bodanrück via Radolfzell zum Berggasthaus Rosenegg in Rielasingen. Hier war der gemütliche Abschluss.

Wie erwartet war natürlich wieder alles super vorbereitet und ausser einem Plattfuss und einer nicht mehr Zünden wollender 580er waren keine Schäden zu melden.

Nochmals vielen Dank an die Organisatoren und wir freuen uns schon auf die Nächste Ausfahrt ins schöne Hegau.

Oldie-Treffen im "Neuhaus" in Wängi

Die letzten paar Jahre von Petrus nicht grad verwöhnt mit schönem Wetter, waren dieses mahl die Aussichten sonnig und warm. Die Aussichten bestätigten sich und somit fuhren eine grosse Anzahl von Motorrädern, Traktoren und Jung/Oldtimer Autos vor dem Neuhaus vor.

Bei Wurst, Spaghetti, Kaffee und Kuchen traf man sich, um die Oldis zu bestaunen und Benzin/Diesel Gespräche zu führen. Höhepunkte waren sicher wieder die Taxifahrten der FAM’ler mit den Motorrädern. Jung und Alt liess es sich nicht nehmen, mal eine Spritztour in einem Seitenwagen oder als Sozius zu geniessen. Mit knatternden Motoren, Wind im Gesicht und mit winkenden Mitfahrern zeigt sich, dass die Faszination der Oldtimer immer noch ungebrochen ist. Die grosse Anzahl an Besuchern und Schaulustigen bestätigte dies.

Schön ist es zu sehen, dass dieser Anlass stetig wächst und das Interesse in der Bevölkerung steigt.

Sicher ein guter Weg,unser Hobby zu präsentieren und die Akzeptanz für Oldtimer zu erhöhen.

Nochmals vielen Dank an alle Helfer und „Kuchenbäckerinnen“, die zum Gelingen des Anlasses beigetragen haben. 

Zweiter OTM in Gloten des Stamm Ostschweiz



(Weitere Photos unter Bilder; Anlässe 2013)


Nach den positiven Reaktionen, die wir nach der Durchführung des ersten OTM erhielten, haben wir uns entschieden, auch dieses Jahr wieder einen OTM zu organisieren.

Die Werbetrommeln wurden geschlagen, und die Anmeldungen trafen ein. Schon aus der Anzahl der Anmeldungen war ersichtlich, dass mehr Verkäufer wie letztes Jahr auf Platz sein würden.
Am Freitag wurde eingerichtet und auf den ersten Tischen auch schon Teile aufgetürmt. Reicht ein Tisch? Oder brauch ich doch noch einen zweiten? Das war wohl die meist gestellte Frage.

Früh um Sieben war dann ein emsiges Treiben auf dem Platz. Motorräder knatterten umher, wurden aber von einfahrenden Traktoren übertönt. Traktoren darum, weil der OTM zusammen mit dem FALS (Freunde Alter Landmaschinen Schweiz) organisiert wurde. Somit konnte der Aufwand geteilt und die Käuferschaft verdoppelt werden.
Die ersten Schnäppchenjäger waren auch schon auf dem Platz, und es wurden Teile direkt vom Kofferraum aus verkauft und schafften es gar nicht mehr auf den Verkaufstisch.

So richtig los ging es dann ab 09:00h. Leider hatte aber Petrus kein Mitleid mit uns, und es regnete mehrmals kurz während des ganzen Vormittages. Somit waren es immer Wellenbewegungen von Käufern, die entweder schutzsuchend in den Gaststätten waren oder sich um die Stände drängten.

Auch das Angebot von gebrauchten Motorrädern war gross, und sobald eines losknatterte, war es umringt von interessierten Leuten.

Mit 60 Verkaufsständen wurden unsere Erwartungen übertroffen. Leider schreckte aber am frühen Morgen das Schlechte Wetter die Käuferschaft etwas ab. Sobald sich aber die Sonne zeigte, waren der Platz und die Halle wieder voll. Mit einem Standgeld von CHF 15.00 waren wir auf Private ausgerichtet, die ihre Teile verkaufen konnten. Darum waren auch wirkliche Schnäppchen oder Seltenheiten zu haben. Unsere Einschränkung, dass es kein Flohmarkt sondern ein OTM ist, zeigte auch Wirkung.

Auch dieses mal durften wir viele positive Bemerkungen entgegen nehmen, und der Aufwand hat sich wirklich gelohnt. Somit bleibt mir nur noch den Organisatoren, Helfern und unserem Stammlokal für den geleisteten Einsatz zu danken, und ich denke, einem weiteren OTM in Gloten sollte im Jahre 2014 nichts im Wege stehen.
Andi Clesle Stammvater Ostschweiz

 

FAM-Generalversammlung in Reichenbach BE am 16. März



(Weitere Photos unter Bilder; Anlässe 2013)

Bei knackigen -5 C° trafen sich die Brüder Clesle in Wängi dick eingehüllt und vermummt, um mit den BMWs nach Reichenbach zur FAM GV zu fahren.

Wie schon letztes Jahr war es „Ehrensache“, mit dem Motorrad anzureisen.

Der „offizielle“ Deal war, dass mit dem Motorrad angereiste das Nachtessen kostenlos erhielten und dieser Betrag in die Übernachtung investiert werden konnte.
Inoffiziell  ist es einfach schön, frühmorgens auf leeren Strassen ins Kandertal zu fahren.
In Anbetracht der Kälte entschlossen wir uns aber, am Anfang etwas mehr Autobahnkilometer abzuspulen. Auch weil gut 3.5h Reisezeit vor uns lagen. So erreichten wir über Zürich, Knonauer-Amt schliesslich Luzern. Hier zeigte sich die Sonne, und es wurde auch merklich (0 C°) wärmer.
Das Entlebuch zeigte uns dann, dass der Winter noch nicht vorbei war. Links und rechts Schnee und wieder bissige Minustemperaturen erwarteten uns. Über den Schallenberg-Pass erreichten wir schliesslich Thun. Nun war es Zeit, in einem gemütlichen Berner Gasthaus einzukehren, die Handschuhe auf dem Heizkörper aufzutauen und den hungrigen Magen zu befriedigen.

Bei der Ankunft in Reichenbach war schon ziemlich viel los. Wir schälten uns darum umgehend aus unseren Kleiderschichten und genossen den Apéro. Kurz danach traf auch schon die mit Kleinbus anreisende Ostschweizer Delegation ein.

Die Versammlung begann pünktlich um 14.30h und die Traktanden wurden nacheinander abgearbeitet. Bei Traktandum 9 „Wahlen“, war dann für Ernst Wirth der Grosse Moment gekommen (so dachte er...). Nach 12 Jahren gab er sein Amt ab und wurde auch entsprechend unter tosendem Applaus geehrt. Neu als Stammvater Ostschweiz wurde Andi Clesle gewählt. Als Obmann Gruppe Kleinmotorräder, ebenfalls aus der Ostschweiz, René Allemann.

Jedes Jahr wird ein Wanderpreis für FAM’ler vergeben, die sich speziell für den FAM eingesetzt haben. Zu unserer Freude erhielt Walter Rüesch dieses Jahr den Zuschlag. Sein unermüdlicher Einsatz und seine Hilfsbereitschaft für den Stamm Ostschweiz ist legendär. So auch als „Säckelmeister“ mit akribisch geführter Buchhaltung. Die Freude über diese Auszeichnung war auf seinem Gesicht deutlich zu sehen, und der Pokal wurde auch gleich standesgemäss mit Weisswein eingeweiht. 

Unter Traktandum „10. Anträge“ platze dann die Bombe. Der FAM Vorstand stellte den Antrag, Ernst Wirth zum Ehrenmitglied zu ernennen. Dieser Antrag wurde natürlich erneut unter tosendem Applaus angenommen. Sichtlich gerührt nahm Ernst die Ehrung entgegen und bedankte sich beim Vorstand und den Anwesenden. Seine Rede war, dass es nicht nur am Stammvater, sondern vor allem an den aktiven FAM’lern liegt, einen Verein erfolgreich zu führen. Trotz dieser Bescheidenheit müssen seine Taten und Aktivitäten für den Stamm Ostschweiz als auch für den FAM im Allgemeinen gewürdigt werden. Nach diesen Ehrungen herrschte dann eine ausgelassene Stimmung bis zum Abendessen und auch darüber hinaus.

Wohlbehalten kehrte die Kleinbus-Delegation am selben Abend wieder heim. Wir durften in der riesigen Zivilschutzanlage von Reichenbach die kurze Nacht verbringen, bis wir bei wärmeren Temperaturen am Sonntag wieder über den Schallenberg-Pass, Entlebuch, Luzern, Zug, Rapperswil wieder heim in die Ostschweiz fanden.

 

Der neue Stammvater

Andi Clesle

 

 

Chlaushöck 2012

Für den grossartigen Abschied als Stammvater möchte ich mich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei allen die dabei waren bedanken. Es fiel mir nicht leicht, dieses schöne Amt abzugeben. Mein gesundheitlicher Zustand liess mir allerdings keine andere Wahl. Ein Stammvater muss aktiv mitmachen können und nicht nur vom Bürostuhl aus dirigieren. Aktiv mitmachen ist zur Zeit bei mir nur bedingt möglich. Ich hoffe immer noch, dass ich in nächster Zeit meine Oldtimer wieder selbst bewegen kann. Man darf die Hoffnung nie aufgeben. In Andreas Clesle haben wir aber einen würdigen Nachfolger gefunden. Auch ihm an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön für seine Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen. Hoffentlich hat auch er eure grosse Unterstützung, so wie ich sie geniessen durfte. Einer alleine auf diesem Posten ist verloren. Mit der tollen Kameradschaft in unserem Stamm wird es auch für Andy ein leichtes sein den Ostschweizer Stamm zu führen. Ich wünsche ihm dazu viel Erfolg und freue mich auf die kommende Saison. Wie ich euch am Chlaushöck versprochen habe, werde ich weiterhin meine Dienste als "Helfer" zur Verfügung stellen.
26. Dezember 2012      

Ernst Wirth




Oktober Stamm 2012


Am Donnerstag 11. Oktober ist unser Stammlokal infolge Ferien geschlossen. Wir treffen uns ab 17.00 Uhr im Zweiradcenter Toggenburg in 9604 Lütisburg bei Marcel Büchler. Marcel besitzt eine der grössten Kleinmotorrad Sammlung der Schweiz. Als versierter Motorrad-Mechaniker und auch Motoradfahrer weiss er sicher viel zu erzählen. Für Benzingespräche ist eine Festwirtschaft vorhanden. Getränke werden vom Zweiradcenter offeriert. Selbstverständlich ist auch unser Stamm Grill-Team im Einsatz, dass für die Verpflegung sorgt so, dass niemand mit knurrendem Magen nach Hause fahren muss. Zugleich erhält unsere Stammkasse wieder einmal einen Zustupf. Das Zweiradcenter Team hofft auf viele Besucher. Ob Mitglied oder Gast, Mann oder Frau alle sind herzlich willkommen. Der Stamm Ostschweiz dankt Anita und Marcel Büchler für die grosszügige Gastfreundschaft. Hat jemand Ambitionen auf ein Neues Motorrad ist er natürlich bei Büchlers am richtigen Ort. Die Auswahl ist Riesengross. Last euch überraschen!

Der Stammvater wünscht allen weiterhin schöne Herbst Ausfahrten und hofft viele von euch in Lütisburg anzutreffen
.

2 Tagestour ins Allgäu.
 
Am Wochenende 18./19. August 2012 fand unsere 2 Tagestour statt. Organisiert von  Albert Scheuchzer.  Herzlichen Dank an Albert und seine Helfer für die Organisation.Den Tourbericht, verfasst von Ralph Hofmann  (besten Dank Ralph!) möchte ich euch nicht vorenthalten:

 

2-Tages-Fahrt ins Allgäu und Vorarlberg

Stamm Ostschweiz

 

Am 18. August trafen wir uns frühmorgens und voller Erwartungen vor unserem Stammlokal Restaurant "Hirschen" in Gloten. Wussten wir doch bereits seit mehr als 10 Monaten, dass uns diese 2-Tages-Tour 2012 ins Allgäu bringen wird. Organisiert von Albert Scheuchzer und seiner Lebenspartnerin Britta Seyb, die ja aus dieser Süddeutschen Gegend kommt. So waren denn unsere Erwartungen auch recht hoch gesteckt. Voller Ungeduld und Tatendrang lauschten wir den letzten Informationen vor der Abfahrt. Wir waren recht schockiert zu vernehmen, dass ein Mitglied unserer Gruppe am Vorabend ein schwerer Motorradunfall erlitten hat. So stiegen alle dann doch eher verhalten und mit einem recht betretenen Gesichtsausdruck auf die Motorräder, in Gedanken an den Kollegen im Spital. Wir wünschen ihm auf jeden Fall ganz gute Besserung!

Die erste Etappe führte uns durch Wil, Zuzwil, Bischofszell nach Romanshorn, wo wir nach kurzer Wartezeit auf die Fähre fuhren. Sofort kletterten wir dort nach oben auf das zweite Deck, und enterten das Restaurant. Die Dame hinter dem Tresen war anscheinend aber recht übertölpelt von der grossen Kaffee-Anfrage und dem Gipfeli-Ausverkauf auf ihrer zweiten Fahrt an diesem Morgen. Ich, als letzter unserer Gruppe, musste mich nach dem Erhalt des Kaffees sputen, damit ich den Espresso vor dem Anlegen in Friedrichshafen überhaupt noch trinken konnte.

Die Stadt brachten wir als Gruppe recht gut hinter uns und fuhren dann durch Dörfer und über Land, auf Strassen, Strässchen und Wegen, die vermutlich nicht einmal alle in einem Navigationsgerät zu finden sind. Nach kurzer Zeit hielten wir irgendwo auf freiem Feld an, damit wir die schöne Aussicht auf die Berge und den Säntis geniessen können, so klärten uns die Raucher auf…..!  Danach ging es weiter auf verkehrsarmen Strassen und vorbei an vielen Bauernhöfen nach Wolfegg. Wir stellten unsere Motorräder im Park des fürstlichen Schlosses von Waldburg-Wolfegg ab und besuchten das Automobil Museum von Fritz B. Busch. Es handelt sich um eine interessante Sammlung von über 200 Oldtimern, verteilt in zwei Gebäuden auf vier Etagen. 73 der Exponate sind Motorräder mit Baujahr 1923 bis anfangs der 70er Jahre. Natürlich sind deutsche Zweiräder stark vertreten, aber auch aus anderen Ländern findet man einige schöne Töff's.  Wir genossen eine qualifizierte Führung, die uns viel Interessantes und äusserst Amüsantes zu erzählen wusste. Leider rannte uns die Zeit davon, denn wir mussten weiterfahren weil das Mittagessen wartete. Ich sehe mich gezwungen, die zweite Hälfte dieser Ausstellung mit einem weiteren Besuch etwas genauer und in Ruhe später einmal anzusehen.

Auf der Weiterfahrt kurz nach Kisslegg erreichten wir das Berggasthaus "Haldenhof" bei Neutrauchburg, wo wir im Garten ein reichhaltiges, feines Mittagessen genossen. Die lustige Runde schälte sich danach viel zu früh wieder aus dem Schatten der Bäume hervor und alle zwängten sich bei glühendem Sonnenschein wieder in die jetzt plötzlich viel zu engen Töffjacken. Wir setzten uns also mit prall gefüllten Bäuchen wieder in Bewegung und rollten weiter 'gen Süden wieder über viele kleine, abgelegene und wenig befahrenen Strassen. Nach Oberstaufen, Weissach,  kurz vor Aach i.Allgäu bogen wir nach Eibele ab und überquerten dort die Grenze zum ersten Mal ins Österreichische. Von dort aus führte uns eine kleine Nebenstrasse hoch nach Sulzberg. Oben angekommen, gönnten wir uns und unseren Motorrädern eine Pause im Gasthaus "Alpenblick". Ich sage euch, dieses Haus hat wirklich den richtigen Namen,  ein Seemann würde dazu sagen: "Das Haus steht oben auf der Klippe". Es steht wirklich an einer unverbaubaren Lage mit einer atemberaubenden Aussicht auf das Alpenpanorama  welche wir von dort aus geniessen konnten.

Auf einer gut ausgebauten Bergstrasse ging es dann wieder talwärts nach Eschau, Brenden und weiter nach Hittisau. Von dort tuckerten wir durchs  Balderschwangertal Richtung Riedbergpass. Es war  geplant, kurz nach Balderschwang und bereits wieder im Allgäu, im Hotel "Schwabenhof" zu übernachten. Als Biker ist man dort herzlich willkommen. Erich Kohler, der Besitzer des Hotels,  ist selbst  ein leidenschaftlicher Motorradfahrer. So verwundert es nicht, dass er ein spezieller Biker-Service offeriert,  den wir zum Glück nicht in Anspruch nehmen mussten. Einzig die „Werkzeugkiste für kleinere Reparaturen“ musste von einem unserer Fahrer benutzt werden, da sich bei seinem Motorrad auf der Fahrt bis hierher ein Wackelkontakt oder Kurzschluss im Zündschloss eingeschlichen hat. Mit Kontaktspray und einem in der benötigten Form geschnitzten Holzstäbchen, konnte die Fahrt dann am Sonntag aber trotzdem weitergeführt werden. Der Motor funktionierte wieder, wenn auch mit Aussetzern. Die Knallerei der 4 Auspuffe hallte durchs ganze Tal, man wähnte sich auf der Hochwild-Jagd.  Herzlichst wurden wir  von der „Schwabenhof“ Chefin begrüsst (sogar die Bananen für Walter lagen bereit) und der Zimmerbezug ging schnell von statten. In gemütlicher Runde auf der sonnigen Terrasse genossen wir dann die Abendstimmung bei einem ausgiebigen Grill-Buffet à discretion. Mit einem feinen Dessert, Kaffee mit gebranntem Wasser, guten Diskussionen, vielen Lachern und den dazu gehörenden dummen Sprüchen und Sticheleien rundeten wir den Tag ab. Dann zu individuell unterschiedlichen Zeiten zog man sich zurück ins Zimmer und schloss die Augen mit einem zufriedenen, feinen Lächeln auf den Lippen und Walter Rüesch's salbungsvollen Worten in den Ohren, dass die Streckenführung morgen noch Töfffreundlicher werden wird (Kurven, Kurven und noch mehr Kurven…).

Nach einem feinen Frühstück und der nötigen Morgengymnastik  bestiegen wir unsere Motorräder    und fuhren am Sonntagmorgen bei schönstem Sommerwetter Richtung Riedbergpass, dem höchst befahrenen Gebirgspass Deutschlands (1407m). Tatsächlich, nach wenigen Metern ging es schon los mit Kurven, Kurven und nochmals Kurven. Beim Tankstopp in Fischen entschieden wir uns, nicht die Hauptstrasse, sondern östlich der Iller auf höhergelegenen Nebenstrassen  nach Sonthofen zu fahren wo  wir dann Richtung Oberjoch abschwenkten.  Auch hier schlängelte sich die Passstrasse mit Kurve an Kurve nach oben. Walter hatte gestern also recht mit seinem Versprechen, denn noch viele weitere motorradfreundliche Streckenabschnitte sollten heute folgen. Auf der anderen Seite dieses Passes waren wir zum zweiten Mal in Österreich. Via Tannheim gelangten wir an den Haldensee. Dort legten wir beim Hotel "Via Salina" auf der grossen, direkt am See gelegenen, sonnendurchfluteten Terrasse eine kurze Pause ein. Durstig von der steigenden Wärme und vom kräfteraubenden Kurvenfahren wurde beinahe der ganze Mineralwasser Vorrat leergesoffen. Weiter ging es danach durch das Tannheimer Tal bis ins Lechtal. Der Lech folgend fuhren wir durch dieses traumhafte Tal bis nach Reutte und nahmen dann die Abzweigung Richtung Fernpass. Ich freute mich, diesen Pass überqueren zu dürfen, war ich doch vor Jahren schon mal auf der anderen Seite dieses Passes, im 4° kalten Fernsteinsee am Tauchen.  Doch diese Freude wurde mir genommen, denn in Bichelbach wurde erneut eine Richtungsänderung ins Rotlechtal vorgenommen, welche über Berwang nach Stanzach führte. Eine wunderschöne Strecke, wo sich wieder Kurve an Kurve reihte. Ausgangs Tal, eben in Stanzach, steht das Restaurant "Jamdo", wo man unbedingt wegen dem guten Essen und den grossen Portionen  einkehren muss. Zum Glück hatte Albert auch hier schon vorgesorgt und unsere Gruppe angemeldet. So hatten wir auf der Terrasse und unter den Sonnenschirmen genügend Platz. Auch hat man von dieser Terrasse eine gute Aussicht auf die ersten langgezogenen Kurven, bis die Strasse im Wald verschwindet. Sogar wir Töffler drehten jeweils unsere Köpfe nach den aufheulenden und brüllenden Motorgeräuschen, wenn wieder ein verrückter Fahrer seine Maschine  diese öffentliche Strasse raufdonnern liess. Wir hatten nur ein Kopfschütteln übrig und die Meinung war überall da, dass Selbstmord nicht verboten sei. Nach dem Essen ging es bergwärts weiter durchs Lechtal bis nach Warth. Auf der Bregenzerwaldstrasse überquerten wir den Hochtannbergpass und rollten weiter talwärts bis Au. Wir freuten uns schon auf eine gemütliche Strecke aber weit gefehlt, denn schon gings wieder scharf links nach Damüls und weiter auf einer stark steigenden Strasse zum Furkajoch. Glace und kühle Getränke taten unseren Seelen da oben wohl. Wieder erfrischt nahmen wir die Schlussetappe unter die Räder, bergab rollend bis ins Rheintal, wo sich in Rankweil bereits ein paar von unserer Gruppe verabschiedeten. Sie bevorzugten für die letzten Kilometer heimwärts  die Autobahn. Der Rest der Gruppe fuhr  via Meiningen in die Schweiz und weiter via Eichberg nach Appenzell, wo sich dann wieder einige verabschiedeten. Die restlichen Teilnehmer kurvten  gemeinsam in der Abendsonne zurück nach Gloten.

Ein erlebnisreiches Wochenende mit vielen schönen Landschaftsbildern unserer beiden Nachbarländer bleibt uns bestimmt lange in schönster Erinnerung und wir alle sind glücklich und froh, dass wir unfallfrei und gesund nach Hause kehren durften.

Nochmals ein herzliches Dankeschön an Britta und Albert für die tolle Organisation und auch an Walter, der bei der Routenplanung und Rekognoszierung mitgeholfen hatte.

 

Ralph Hofmann

 

(erste Bilder auf der "Bilder"- Seite)